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Maschinisten-Ein wichtiger Zahn im Zahnrad der Feuerwehrmaschinerie

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Aus dem ganzen Biberacher Kreis absolvierten 23 Feuerwehrangehörige bei der Bad Buchauer Stützpunktwehr ihre Ausbildung zum Maschinisten. Der Maschinist ist hauptsächlich für die gesamte Wasserförderung zuständig, welche im Einsatz reibungslos funktionieren muss. Alle 23 Teilnehmer legten die Ausbildung erfolgreich ab.

Der Umgang mit Pumpen im Löschfahrzeug und Tragkraftspritzen außerhalb des Löschfahrzeuges schnell und sicher zu bedienen und damit zu sorgen, dass das Räderwerk der Feuerwehr im Einsatz reibungslos funktioniert, war das Ziel dieser Ausbildung.  Der Lehrgang kann allerdings erst nach Ablegung verschiedener anderer Ausbildungen belegt werden, dazu zählt neben der Grundausbildung auch die Sprechfunkausbildung.  In 35 Stunden, verteilt über drei Wochen, brachten die drei Kreisausbilder Klaus und Reinhold Merz, Gerhard Blank und Maximilian Wiest der Bad Buchauer Wehr die angehenden Maschinisten in Theorie und Praxis der Materie Wasserförderung näher. Aus 11 Kreisgemeinden hatten die angehenden Maschinisten im Buchauer Feuerwehrgerätehaus die Schulbank gedrückt. (Allmannsweiler, Bad Buchau, Dürnau, Ertingen und Hailtingen. Weitere aus Langenenslingen, Moosburg, Oggelshausen, Pflummern, Riedlingen und vom ZfP Bad Schussenried). Sobald der Löschzug am Brandplatz eintrifft, beginnt das Räderwerk der Feuerwehrmaschinerie zu laufen und dann hängt alles vom Maschinisten ab, dass die Brandbekämpfung funktioniert. Da ist dann der Maschinist gefragt. Er ist derjenige schlechthin, der für die Wasserversorgung verantwortlich ist und die Pumpentechnik beherrschen muss, was bei der Ausbildung zum Maschinisten eine der wichtigsten Kriterien sind.  Jeder Handgriff muss sitzen, Pumpen starten, Ventile aufdrehen und auf den Wasserdruck achten. Bei Zuleitung vom Hydranten gibt es in der Regel kein Problem, außer der Wasserdruck im öffentlichen Leitungsnetz wäre zu schwach. Gut, wenn dann ein offenes Gewässer wie ein Bach oder See in der Nähe ist. BB4762 Bildgröße ändernDazu wird der Saugschlauch mit der Pumpe verbunden und direkt aus dem Gewässer das Löschwasser entnommen. Durchaus möglich ist, aber auch dass aus dem Schlauchwagen eine Förderleitung über mehrere hundert Meter gelegt werden muss. Auch das ist Sache des Maschinisten. Aber auch am Tanklöschfahrzeug ist der Maschinist der verantwortliche an der Pumpe damit die Männer ganz vorne am Einsatzort genügend Löschwasser mit entsprechendem Wasserdruck zu Verfügung haben. Obwohl in den neueren Löschfahrzeugen, wie etwa den beiden HLFs bei der Buchauer Wehr, keine mechanischen Pumpen mehr verbaut sind, sondern elektronische gesteuerte Pumpen, bei denen ein Knopfdruck mehr oder weniger reicht, fand die Ausbildung an mechanischen Pumpen statt. Zum einen, so die Kreisausbilder, haben noch viele Feuerwehren ältere Löschfahrzeuge mit eben diesen mechanischen Pumpen, und wenn Pumpen manuell bedient werden müssen, sei die Ausbildung vielseitiger und der Maschinist kann im Ernstfall jede anfallende Situation beherrschen. Natürlich könnte beim Ausfall der Elektronik die Pumpe auch im Handbetrieb benutzt werden. Am Baggersee Sattenbeuren mussten die angehenden Maschinisten unter anderem genau diese Vorgabe, unter den Augen der Ausbilder, ausführen.  An verschiedenen Pumpen in den Fahrzeugen und an der mobilen Tragkraftspritze mussten die Lehrgangsteilnehmer das zuvor erlernte in der Praxis unter Beweis stellen. Schriftliche Prüfungen zur Wassertechnik im Besonderen, aber auch das richtige Verhalten mit Feuerwehrfahrzeugen im Straßenverkehr waren Bestandteil des Lehrganges. Nach Einsätzen können Pumpen und Geräte durchaus mal mehr oder weniger verschmutzt sein. Auch die Reinigung und Überprüfung auf eventuelle Beschädigungen gehören dann zur Aufgabe der Maschinisten.

Bericht/Foto:  Klaus Weiss

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